São Jorge

  • Steinbogen, Zeugnis für den vulkanischen Ursprung der Insel
  • "Fajã dos Cubres" Lagune mit Garnelen und Inselchen bei Vögeln für den Nestbau verwendet
  • São Jorge ist eine lange schmale Insel und ihre Form aufgrund eine Reihe von Vulkanausbrüchen

Natur

Die tropische Insel

São Jorge ist eine lang gezogene  Insel, die sich wie ein prähistorisches Tier im Meer erstreckt und über dessen  zentralen Bergrücken sich zahlreiche, steil abfallende Vulkankegel verteilen. Vor den gewaltigen Steilküsten des Nordens und Südens lagern kleine Küstenebenen, die berühmten «Fajãs» von São Jorge.

Das Grün der Wälder und Weiden, die bräunliche Färbung der Erde, das Schwarz der Felsen und das Blau des Meeres bilden eine Farbpalette in den verschiedensten Tönen. In geschützten und nahezu unzugänglichen Tälern findet man eindrucksvolle Drachenbäume und endemische, unter Naturschutz stehende Pflanzen.

Vulkanlandschaften

«Fajãs», die kleinen, fruchtbaren Küstenebenen, werden auch auf den makaronesischen Archipelen von Madeira und den kapverdischen Inseln so genannt. São Jorge ist bekannt für seine zahlreichen «Fajãs». Es sind flache Landzungen, die sich auf Meereshöhe ins Meer strecken. Durch Lavaströme entstand z.B. die «Fajã do Ouvidor», durch Erdrutsche, die durch Erdbeben oder starken Regen ausgelöst wurden, die «Fajã dos Vimes».

Wegen der günstigen klimatischen Bedingungen und der fruchtbaren Böden haben schon die ersten Siedler diese abgelegenen und schwer zugänglichen Küstenebenen landwirtschaftlich genutzt. Aufgrund ihrer Lage sind sie vor starken Winden und Nebeln geschützt, die oft auf  den Höhen der Insel wehen. Bohnen und Bananen, Yamswurzeln und Kaffee, Kartoffeln und Orangen, alles scheint auf den  «Fajãs»  gut zu gedeihen. Selbst der langsam wachsende Drachenbaum findet hier gute Bedingungen.

Doch das Leben war schwer auf den «Fajãs», und als dann die modernen Zeiten begannen, verließen viele Bewohner diese abgelegenen Orte. Und doch gibt es noch heute einige «Fajãs», die das ganze Jahr über oder wenigstens zu bestimmten Jahreszeiten, speziell während des Sommers oder zur Zeit der Feste, bewohnt sind.

Auf São Jorge gibt es mehr als fünfzig «Fajãs». Sie stehen für die natürliche Schönheit der Insel und ihre Abgeschiedenheit, die zeitweise die Geschichte der gesamten Insel prägte. Auf spektakulären Wanderungen die Steilküsten hinab, sind die «Fajãs» außergewöhnliche und einzigartige Blickpunkte. Man kann wählen zwischen den von Erdrutschen entstandenen «Fajãs», die «Fajã do Cubre»  und die «Fajã de Santo Cristo» mit ihrer Küstenlagune oder den durch Lavaströme entstandenen «Fajãs», die «Fajã das Velas», «Fajã das Almas» und «Fajã do Ouvidor».

Wenn man den Serpentinen entlang der «Cordilheira Central de São Jorge» (zentraler Bergrücken) folgt, kann man die unruhige geologische Geschichte eindrucksvoll verfolgen.

 Hier findet man circa zweihundert kleine Vulkankegelchen, in deren Kratern sich Seen oder Sumpfgebiete gebildet haben. Auf dem «Pico da Velha», dem «Pico da Esperança» oder auf dem «Pico do Areeiro» hat es wunderbare Aussichtspunkte, von denen man weite Blicke über die Küstenlinie auf die Inseln Faial, Pico, Graciosa und Terceira genießen kann.

Eine besondere Einladung, die Natur von São Jorge zu genießen, bietet die Erkundung der welligen Bergkette, auf der sich der Krater «Bocas do Fogo», zuletzt aktiv im Jahre 1808, befindet. Die Umgebung besteht aus natürlichen oder von Menschen angelegten Weideflächen, Hortensienhecken, japanischen Sicheltannen und viele  Jahrhunderte alten Baumheiden, die zahlreichen Wildkaninchen, Rotmilanen  und Bussarden als Lebensraum dienen.

Küstenlinie

Topographie und Perspektiven - die an den Küsten liegenden charakteristischen «Fajãs» und die im Meer liegenden Felseninseln, wie die«Ponta dos Rosais» vor Faial, die östlich gelegenen «Ponta do Topo» und die «Ilhéu do Topo» verdienen besondere Aufmerksamkeit.

Entlang der Küstenlinien liegen spitze Landzungen, kleine geschützten Buchten, Steilhänge von mehreren hundert Metern, die fast senkrecht ins Meer fallen und beeindruckende Unterwasservulkankegel, permanent der Kraft des Wassers und des Windes ausgesetzt, wie der «Morro de Lemos» und der «Morro de Velas».

São Jorge ist eine kleine aber lang gestreckte Insel mit langen Küstenlinien. die einzigartige Bilder ermöglichen, von der endemischen Vegetation bis zu verschiedenen Meeresvögeln.

Highlights

Sehenswerte Orte