Whale Watching

Für Wale scheinen die Azoren zurzeit wichtige, vielleicht sogar  heilige Orte dieser Erde zu sein. Man kann 24 verschiedene Walarten in den azorischen Gewässern beobachten. Einige leben permanent hier, andere ziehen auf ihren Wanderungen nur vorbei; einige kommen eher selten, andere sehr häufig vor. Die Anzahl ist beeindruckend, da sie ein drittel der auf der Welt existierenden Walarten ausmacht. Wir befinden uns in einem Ökosystem  mit einzigartigen Eigenschaften. Das Blau des Atlantiks, das die neun Inseln umgibt, erscheint durch die Anwesenheit der majestätischen Wale und der freundlichen Delfine noch magischer und besonders gesegnet.

Nützliche Info

Vor dem Ablegen des Bootes bekommen die Teilnehmer eine kurze Einführung und Information, welche Arten beobachtet werden können. Es werden auch die Sicherheitsmaßnahmen und die Verhaltensweisen erklärt, mit dem Ziel, das Leben in und auf dem Meer nicht zu stören. An Bord ist es Pflicht, eine Rettungsweste zu tragen. Bei entsprechenden Wetterbedingungen ist eine wasserfeste Kleidung ratsam. (Sie wird normalerweise von den Veranstaltern zur Verfügung gestellt). Die Fahrten dauern ungefähr drei Stunden. Der eindrucksvolle Wal taucht auf, und beim Abtauchen des Wales erlebt man, wie die Salzwassertropfen sich mit einem Wirbel von Emotionen vermischen. Auf der Rückfahrt springen neugierige Delfine aus dem Wasser und begrüßen die Gäste. Wieder festen Boden unter den Füßen - schon hat man den Wunsch, erneut hinauf aufs Meer zu fahren.

Natur

Früher gejagt und heute geschützt! Der Pottwal ist ein wahrer Botschafter, der die Besucher des Archipels willkommen heißt. Er ist ein Wahrzeichen der Azoren und immer präsent in den azorischen Gewässern. Das gilt auch für den Kurzflossen-Grindwal, den Gemeinen Delfin, den Atlantischen FleckenDelfin und den Blau-Weissen-Delfin. Gelegentlich kann man den Kleinen Schwertwal, den Cuvier-Schnabelwal, den Finnwal und den Seiwal sichten oder sogar das größte Tier auf Erden, den imponierenden Blauwal. An manchen Tagen ist mit einem bisschen Glück ein Schwertwal, ein Zwergpottwal, ein Buckelwal, ein Nördlicher Zwergwal oder ein Brydewal zu entdecken. Doch welchen Wal man auch immer sieht, eines ist sicher: die erste Begegnung ist ein Erlebnis, das man nie vergisst.

Beste Jahreszeit

Wegen der großen Anzahl von Walarten, die in den Gewässern des Archipels vorkommen, ist es möglich, das ganze Jahr über Wale zu beobachten. Außer den hier permanent lebenden Delfinen, den Gemeinen Delfinen und Grossen Tümmlern, mit denen man übrigens schwimmen kann, gibt es Wale, die nur auf ihren Wanderwegen an den Azoren vorbeischwimmen. Atlantische Fleckendelfine kommen überwiegend im Sommer vor. Blauwale können am besten Ende des Winters gesichtet werden, Pottwale, Seiwale und Bartwale hingegen hauptsächlich im Sommer. Eines ist garantiert, ganz gleich zu welcher Jahreszeit man auf den Azoren Wale beobachten will, es gibt immer Entdeckungen zu machen.

Empfohlenes Alter

In jedem Alter kann man dieses wahre Geschenk der Natur  genießen. Man darf allerdings nicht vergessen, dass die Fahrt aufs Meer ungefähr drei Stunden dauert, weshalb ein Mindestalter von fünf Jahren empfohlen wird. Eine ruhige See stellt für Erwachsene kein Problem dar, für Kleinkinder kann es schwierig werden.

Was  Sie mitnehmen sollten 

Der Fotoapparat oder eine Filmkamera sind unerlässlich. Die Aufnahmen werden an diese einmalige Begegnung erinnern. Diejenigen, die nicht seefest sind, sollten vor der Ausfahrt ein Medikament gegen Seekrankheit einnehmen, damit es eine angenehme Fahrt wird. Man sollte Wasser und leichte Kost, wie Obst, Sandwiches oder Energieriegel mitnehmen.

Nichts gesichtet?

Es kommt sehr selten vor, dass man keinen Wal sichtet. Auf 98% der Fahrten werden zu jeder Jahreszeit Delfine oder Wale gesehen. Aufgrund dieser hohen Sichtungswahrscheinlichkeit erstatten manche Veranstalter das Geld zurück, falls tatsächlich einmal keine Delfine oder Wale entdeckt werden konnten.

Alternativen, wenn die Fahrt abgesagt wird

Falls das Wetter oder das Meer keine Fahrten zulassen und die Ausflüge abgesagt werden müssen, können Sie sich alternativ über die interessante Vergangenheit des azorischen Walfangs in den verschiedenen Museen, vor allem auf Pico und Faial informieren.

Eine andere Möglichkeit, etwas über Wale zu erfahren, bietet der Besuch der so genannten «Vigias da Baleia» (Walbeobachtungsposten), die an strategischen Punkten der Inseln errichtet wurden. Ein Teil dieser kleinen Häuschen, von denen man von Land aus die Wale ausmachte und diese Information  an die Walfänger weitergab, wurden renoviert und werden heute für die Walbeobachtung genutzt. Beobachter mit gut trainierten Augen suchen den Horizont nach Walen ab, und bei Sichtung werden die Veranstalter benachrichtigt. Die «Vigias» liegen immer an der Küste, und von hier hat man überwältigende Rundblicke.

Sicherheit

Die Wale, die sich in den azorischen Gewässern bewegen, sind geschützte Tiere. Sie benötigen von uns Menschen besondere Rücksichtnahme und erwarten, dass unsere Spuren in ihrem Lebensraum so gering wie möglicht bleiben. Es ist ein Privileg, das nur wenigen zuteil wird,  einen Wal oder Delfin in ihrem natürlichen Umfeld  zu beobachten. Deshalb ist es wichtig, die Hinweise und die Sicherheitsmaßnahmen zu beachten. Um die  ansässigen und wandernden Walen zu schützen, wurde ein Verhaltenscode erstellt, an den sich jeder Besucher zu halten hat.

Verbote

-Die Wale zu  verfolgen, stören oder füttern.

-Mit den Walen zu schwimmen.

-Das Meer zu verschmutzen.

-Lärm zu machen.

-Es dürfen sich nicht mehr als drei Boote bei den Sichtungsorten aufhalten.

Pflichten

-Es darf nur parallel zu den Walen navigiert werden, mit gleichmäßiger Geschwindigkeit und mit einem Abstand von mehr als 50 Metern, der auf 100 Meter vergrößert  werden muss, falls die Wale Junge haben.

-Die Beobachtungszeit darf nicht mehr als 30 Minuten betragen.

 

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