Pico

Torres Grotte, die längste Lavatunnel auf den Azoren
Pico Berg einem der 7 Naturwunder von Portugal
Weinberge in Stifte mit Wänden aus Vulkangestein
Die Insel

Natur

Die eindrucksvolle Insel

Die ausgedehnten Lavafelder bestimmen das Bild der Landschaften der Insel, die von der einheimischen Bevölkerung als «Lajidos» oder «Terras de Biscoitois», je nach Beschaffenheit der Oberfläche, bezeichnet werden. Grau ist die auf Pico vorherrschende Farbe. Grau sind die Weingärten und die so genannten «Maroiços» (aufgetürmte Hügel aus Vulkangestein), die Mauern entlang der Wege, die Pfade und die Grenzmauern der Grundstücke. Alles wird überwachsen von grünen Pflanzen. Der riesige Vulkankegel des Pico bestimmt durch seine enormen Ausmaße das Bild der Insel. Zum Osten hin erstreckt sich ein vulkanischer Bergzug, dessen Hänge als Weideflächen genutzt werden. Über den Bergzug verteilen sich circa 200 kleinen Vulkankegel, zwischen denen malerische Seen liegen. Diese Seen und die sie umgebenden Sümpfe dienen den ansässigen, und den nur gelegentlich hier lebenden Zugvögeln ( z.B. Reiher) als Lebensraum.

Vulkanlandschaften

Mit einem mittleren Durchmesser von 19 Kilometern ragt der imponierende, majestätische Vulkan Pico in die Höhe von  2351m. Auf circa 1250 Meter Höhe beginnt der Fußpfad zum Gipfel des Berges. Bereits am Ausgangspunkt hat man einen herrlichen Blick auf weite Teile der Insel, auf die Nachbarinseln Faial und São Jorge und auf den Ozean. Oben, im Kraterkessel erhebt sich ein kleiner Lavakegel, genannt «Piquinho» oder auch «Pico Pequeno» (kleiner Pico). Im Kessel liegen verstreut Fumarolen, aus denen hin und wieder Dampf quillt, der den vulkanischen Ursprung des Berges nicht vergessen lässt. Ein atemberaubender Blick rund um die Insel belohnt den anstrengenden Aufstieg. Bei klarem Wetter kann man weit über das Meer bis zu den Inseln Graciosa und Terceira blicken.

Der «Planalto da Achada» bildet den Osten der Insel und geht über in eine Bergkette von ungefähr 30 Kilometer Länge, beginnend bei der «Lagoa do Capitão» bis zur «Ponta da Ilha». Zwischen den ungefähr 200 Vulkankegeln liegen die«Lagoa dos Grotões», «Lagoa da Rosada», «Lagoa do Paul», «Lagoa do Landroal», «Lagoa do Caiado», «Lagoa do Peixinho» und die «Lagoa Negra», die von kleinen Sümpfen umgeben sind. In diesem wichtigsten Naturschutzgebiete der Azoren findet man zahlreiche endemische Pflanzen.

Auch die basaltischen Lavafelder sind charakteristische Merkmale der Insel. Sie erinnern an den vulkanischen Ursprung und die letzten Vulkanausbrüche. Lavafelder (erkaltete Lavaströme), wie das «Mistério da Prainha», aus dem16. Jahrhundert, und die «Mistérios de Santa Luzia, Silveira e São João» aus dem  18. Jahrhundert gehören zu den jungen vulkanischen Besonderheiten der Insel Pico. Voller Angst erlebte die Bevölkerung die Zerstörung bringenden Vulkanausbrüche. Voller Inbrunst erflehte sie Hilfe. Als ihre Gebete schließlich erhört wurden, wurden die Lavaströme Mysterien für sie. Diesen Namen tragen sie noch heute.

Küstenlinie

Basaltgestein und beeindruckende Felsformationen formen die Küstenlinie. Sandstrände gibt es nicht, jedoch bezaubernde Buchten und einladende Naturschwimmbecken, die optimale Bademöglichkeiten bieten und die zum Teil auch über sanitäre Anlagen verfügen. Entlang der Küste, an besonders imposanten Steilhängen, befinden sich Aussichtspunkte, so genannte «Miradouros». Vom «Miradouro da Terra Alta» hat man einen ungestörten Blick auf die Insel São Jorge. Entlang der Küste liegen Lavabögen, Grotten, Steinbänke sowie Weinberge mit ihren typischen «Adegas» (Weinlager). Ausgedehnte Lavafelder bilden die Küsten von  Ribeiras, Lajes do Pico und Ponta do Mistério.