Capelinhos Vulkan - War für ein Jahr aktiv, was gab den Insel Faial mehr 2,4 km2 von Land
Blick von der Bucht von Porto Pim und der Stadt Horta
Almoxarife Dorf und Kirche von Nossa Senhora da Graça

Geografie

Die Insel Faial ist 19,8 Kilometer lang, maximal 14 Kilometer breit und hat eine Landfläche von 173,1 km². Mit 15629 Einwohnern (Daten von 2008) ist sie die drittmeist besiedelte Insel des Archipels. Faial gehört zur Zentralgruppe des azorischen Archipels, und zusammen mit São Jorge und der Insel Pico, welche 6 Kilometer entfernt liegt, bildet sie das Inseldreieck «Ilhas do Triângulo».

Der höchste Punkt der Insel, 1043 Meter, befindet sich in dem Gebiet um die Caldeira auf dem «Cabeço Gordo», auf  38º 34‘ 34‘‘ nördlicher Breite und 28º 42‘ 47‘‘ westlicher Länge.

Geschichte

Man nimmt an, dass Faial bei der Anfertigung von Land- und Seekarten von Terceira entdeckt wurde. Den Namen erhielt die Insel vermutlich wegen der dort häufig vorkommenden Gagelbäume (Faias). Portugiesische und flämische Siedler begannen um 1465 die Insel zu erschließen. Unter den Siedlern befand sich auch der Flame Josse van Huertere, der auf der Insel Zink und Silber zu finden hoffte. Er hatte jedoch kein Glück und verließ Faial wieder. Zwei Jahre später kehrte er zurück, um die fruchtbaren Böden für die Landwirtschaft zu nutzen. Im Jahre 1468 wurde er zum Legatskapitän erhoben und bekam vom portugiesischen König  Dom  Afonso V. die Erlaubnis, flämische Siedler nach Faial zu holen. Diese neuen Siedler ließen sich im so genannten Tal «Vale dos Flamengos» (Tal der Flamen) nieder. Später suchten sie sich aber Horta als Hauptsitz aus.

Die flämischen Siedler führten den Färberwaid ein. Während zweier Jahrhunderte waren Färberwaid und Weizen die Hauptexportgüter der Insel. Als 1583 der spanische König Phillip II. den portugiesischen Thron eroberte, gelangte auch Faial unter spanische Besetzung. Die spanische Besatzung und die Angriffe französischer und englischer Seeräuber führten zu schweren wirtschaftlichen Rückschlägen. Zwischen 1672 und 1673 wurde fast der gesamte Nordwesten der Insel durch Vulkanausbrüche zerstört.

Nach der Wiedereinsetzung des portugiesischen Königshauses im 17. Jahrhundert begann eine ruhige Zeit. Es entwickelte sich der in einer sicheren Bucht gelegene Hafen von Horta zu einem wichtigen Navigationspunkt zwischen Europa und dem amerikanischen Kontinent. Eine große Rolle spielte dabei auch der steigende Export der auf Pico, São Jorge und Graciosa produzierten Weine und Branntweine.

Ab dem 18. Jahrhundert wurden auch Orangen exportiert, die zur wichtigen Einnahmequelle wurden. Später diente der Hafen von Horta den Dampfschiffen, die den Atlantik überquerten, sowie der nordamerikanischen Walfangflotte, die ihre Vorräte hier auffüllten.

Mitte des 19. Jahrhunderts vernichteten Schädlinge innerhalb eines Jahrzehnts fast die gesamten Weingärten und die Orangenplantagen. Horta wurde aber dank seiner geografischen Lage das Zentrum der telegrafischen Kommunikation zwischen Europa und Amerika. Das erste Telegrafennetz und die dafür notwendigen Unterwassserkabel wurden 1893 in der Stadt Horta installiert. Für mehrere internationale Gesellschaften wurde Horta das Kommunikationszentrum.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde in Faial das meteorologische Institut gebaut und im Jahre 1915 in Betrieb genommenen.

Bereits die ersten Luftfahrtgesellschaften erkannten die vorteilhafte geografische Lage der Insel. Die Insel wurde weltweit bekannt, als 1919 das erste Wasserflugzeug vor der Insel landete. In den 30er und 40er Jahren wählten die damals wichtigsten Luftfahrtgesellschaften Faial als Zwischenstation für ihre regelmäßigen Transatlantikflüge.   Im Jahre 1986 wurde die neue Marina von Horta eröffnet und ist heute einer der berühmtesten Seglerhäfen der Welt. Nachdem die Azoren zur autonomen Region erklärt wurden, entschied man sich für  Horta als Hauptsitz für das regionale Parlament.





Siaram BannerBiosfera Açores BannerFurnas einer der fünf besten Orte zum Vulkantourismus weltweit